Spaghetti & Co

Ich bin beileibe keine besonders versierte Köchin, aber ich habe mir im Lauf meiner Jahre in Italien ein paar Dinge angeeignet, mit denen ich sehr zufrieden bin.

Dazu gehört auch das richtige Kochen von Spaghetti & Co.

Ich fange damit an, was man NICHT machen sollte.

1.) Es gehört KEIN Öl ins Kochwasser von Spaghetti und Nudeln aller Art.
Der Grund: Die Nudeln sollen idealerweise viel Soße aufnehmen, manche Marken werben sogar damit, besonders raue Pasta zu haben, die die Soße extra gut „einfängt“. Sind die Nudeln aber ölglitschig, rutscht die Soße buchstäblich an ihnen herunter auf den Tellerboden und wir müssen sie nach den Spaghetti auslöffeln. Macht wenig Sinn, oder? Deshalb werden Nudeln auch NACH dem Kochen NICHT mit Öl übergossen. Und zwar NIEMALS.

Nur Wasser und Salz, mehr braucht es nicht!

2.) Pasta wird nach dem Kochen NICHT mit kaltem Wasser abgespült.
Sie soll schließlich schön heiß gegessen werden! Im Idealfall sind die Nudeln al dente, also mit Biss aus dem Kochtopf gekommen und garen jetzt noch einen Moment nach, damit sie genau die richtige Festigkeit haben, um sie mit dem größten Genuss zu essen. Diesen Prozess unterbricht man durch das kalte Abspülen.

Ja, aber … werden Sie jetzt sagen … dann sind die Nudeln nachher so klebrig, wenn wir aus dem Sieb oder aus der Schüssel Nachschlag servieren möchten. Das geht gar nicht!

Kochwasser beiseite stellen!

Ja, das stimmt. Daher mein Tipp: Behalten Sie sich eine Tasse Kochwasser zurück, ehe Sie die Nudeln abgießen. Sobald Sie Spaghetti aus der übrigen Menge herausfischen wollen, schütten Sie das heiße (!) Wasser drüber (so kühlen die Nudeln nicht ab) und schon können Sie mit einer Gabel oder einem Nudelgreifer die nötige Portion aus der stärkeklebrigen Umklammerung der anderen Nudeln befreien! Das funktioniert, glauben Sie mir!

Und so kochen Sie Spaghetti & Co am besten:

Geben Sie großzügig Salz ins Kochwasser. Die Nudeln sollen zwar nicht zu sehr danach schmecken, aber schon ein wenig. Was die Wassermenge betrifft: Man sagt, ein Liter Wasser auf einhundert Gramm Nudeln sei ideal. Ich nehme manchmal auch weniger. Das geht meistens, aber sie müssen  frei schwimmen können. Die Nudeln sollen gut bissfest sein, damit sie beim Nachgaren nicht zu weich werden. Da wir sie nicht kalt abspülen … siehe oben.

Gleich zu der Soße geben …

Idealerweise vermengen Sie Ihre Nudeln vor dem Servieren in einer beschichteten Pfanne mit der vorgesehenen Soße. Beim Durchmischen gelangt diese dann von allen Seiten an die Pasta. Das ist sehr lecker und ergibt automatisch das richtige Mengenverhältnis Pasta – Soße auf dem Teller.

… und gut vermengen.

Ja, das war es eigentlich in Sachen Pasta kochen aus der echten italienischen Küche. Klingt furchtbar einfach. Soll ich Ihnen mal was sagen? Ist es auch.

Und damit: buon appetito!

Leben ist Genuss des Augenblicks

Herzlich,
Ihre
Laura Gambrinus

Alle Fotos: Laura Gambrinus

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