Stressfrei schenken

Gestern gedachte ich, bei einer ausgedehnten Wühlmauspopulation im Garten eines Nachbarn zu dinieren, als ich meine Freundin Crunchie traf, offenkundig auf dem Weg ins gleiche Restaurant wie ich. Ich wunderte mich sehr, denn normalerweise speist sie ausschließlich zuhause.

Crunchie klagte mir ihr Leid über ihr Personal, das im Moment denkbar unaufmerksam sei. Ihr  Napf war schon wieder den ganzen Tag leer! Mit neuem Personal sei das aber so eine Sache – schwer zu kriegen.

Na, wenn das alles war. Ich erklärte Crunchie, was los war: Menschen sind merkwürdige Wesen. Im Dezember drücken sie sich auf Weihnachtsmärkten und in Geschäften herum, um WEIHNACHTSGESCHENKE für ihre Lieben zu ergattern.

Aber es könne doch nicht sein, dass es so lange dauere, um  einen neuen Kratzbaum oder ein gut gepolstertes Sitzkissen für sie zu besorgen, meinte Crunchie.

Ich wollte gerade anfangen, ihr klarzumachen, dass es auch dabei die Qual der Wahl gäbe. Dann allerdings fiel mir ein, was mir meine Großcousine väterlicherseits beim Kaffeeklatsch erzählte:

100_8662Crunchie beim KaffeklatschIhr Personal war letztes Jahr die gesamte Adventszeit tiefenentspannt. Meine Großcousine hat dann mal unterm Tannenbaum spioniert und folgendes gefunden:

Für Jann: Eine Urkunde von www.naturefund.de. Die investieren gegen eine Spende in verschiedene Naturschutzprojekte. Auf Janns Urkunde waren Wildbienen zu sehen und half den uralten deutschen Buchenwald in Thüringen zu erhalten, wo Wildbienen, Wildkatzen und Co leben.

Für Tante Rita: Ein Zertifikat über den Kauf eines Lamas zur Wollgewinnung. Damit werden Jugendliche in Bolivien unterstützt, die sich mit Hilfe der Lamazucht ein nachhaltiges Einkommen sichern können. Tante Rita war so begeistert, dass sie gleich am nächsten Tag das Geburtstagsgeschenk für ihre Freundin ebenfalls bei www.sinnvoll-schenken.de besorgte, wo Familien und Projekte in aller Welt gefördert werden.

Das alles berichtete ich Crunchie, die mich fragte, ob meine Großcousine dann den ganzen Dezember lang einen vollen Napf gehabt habe. Dies konnte ich bejahen. Da wurde Crunchie ganz sentimental. Na, DER Napf war aber lange leer, dachte ich. Doch Crunchies feuchte Augen hatten andere Gründe. Wenn sie ein Mensch wäre, erzählte sie mir ganz melancholisch, würde sie Futter schicken. Und zwar an das private Tierheim Cyprus Pride House auf Zypern, www.cypruspridehouse.com, das ganz allein aus Spenden und aus der ausdauernden ehrenamtlichen Arbeit eines einzigen englischen Ehepaares erhalten wird. Sie kenne das Heim aus eigener Anschauung, gestand mir Crunchie dann noch und erzählte mir auf welch’ wundersame Weise sie gerettet wurde und warum sie jetzt mit eigenem Haus und Garten in Deutschland lebt. Das war eine richtige Weihnachtsgeschichte.

6 Gedanken zu „Stressfrei schenken

  1. Conny

    noch eine Idee: oxfam unverpackt – da kann man Ziegen und Zisternen und Gärten und noch viel mehr gute Sachen verschenken…
    Gruß,
    Conny

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  2. Manuela

    Hätte noch einen Tipp, besonders für „Schreibende“
    Wortpate, dort kann an sich als Wortpate eintragen lassen und erhält eine Urkunde darüber. Ich liebe dieses Geschenk. Habe schon Worte verschenkt und mir selbst welche geschenkt.

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